Herbstgedanken
„Herbstgedanken“ sind der rote Faden des Programms: Zu Beginn erklingt Franz Schuberts Kleine C-Dur-Sinfonie. Schubert begann die Arbeit daran im Oktober 1817 und komponierte zunächst nur den ersten Satz. Die übrigen Sätze entstanden im Februar 1818. In der Zwischenzeit hatte Schubert Bekanntschaft mit der Musik Rossinis gemacht. Dessen leichter, luftiger und virtuoser Stil spiegelt sich in allen drei später entstandenen Sätzen wider. Die Sinfonie war wie Schuberts andere frühe Sinfonien für das lebhafte Musikleben in den Wiener Bürgerhäusern gedacht. Dennoch ist auch diese Sinfonie Schuberts ein janusköpfiges Werk, dessen scheinbare Heiterkeit immer wieder gebrochen wird.
